Das Weingut ‚Erbaluna’ liegt nur wenige Minuten unterhalb des Ortes La Morra im Piemont. Schon seit mehreren Generationen ist es im Familienbesitz. Mitte der 80er Jahre übernahmen es dann die Brüder Severino und Andrea Oberto von ihren Eltern. Damals waren sie noch Laien im biologischen Weinanbau, ebenso beim Aufbau des Agriturismo. Mit viel Elan und Eigeninitiative bauten sie im ehemaligen Wohnhaus der Familie die ersten Gästezimmer aus. Suchten und fanden den Namen für ihr Gut – ‚Erbaluna’ – eine Geschichte nahm ihren Lauf.
Ein Besuch des Weinkellers lohnt sich. Hier treffen Gegensätze aufeinander - traditioneller Weinbau und modernste Technik: Die Flaschen alter Jahrgänge, die in versteckten Nischen des alten Gewölbekellers lagern; die grossen Eichenfässer, in denen der Barolo lange Jahre reift; und dann, wenige Schritte weiter im neuen Keller, Edelstahltanks mit Temperaturkontrolle, Abfüll- und Etikettiermaschine.
Die Gebrüder Oberto bleiben der Tradition des Piemonts treu: In Zusammenarbeit mit ihrem Vater Sisto bauen sie ausschliesslich Rotweine an. Alle ihre Weine, ganz besonders jedoch ihr Barolo ‚Vigna Rocche', erzählen von der Leidenschaft und Überzeugung der Brüder. Sie sind Weine, die den Charakter der Rebsorten, der Weinberge und der Region beschreiben. Severino und Andrea achten die Tradition und wagen gleichzeitig immer wieder Neues.
Als Severino und Andrea das Gut übernahmen entschieden sie sich, nach biologischen Richtlinien zu arbeiten. Für sie ist die biologische Landwirtschaft der Weg zurück zum Bewusstsein für ihre Region und die Erde. Ein Bewusstsein, das in den vergangenen Jahren verloren gegangen zu sein scheint.
‚Erbaluna’ wuchs, alle neuen Rebflächen wurden auf ‚Bio' umgestellt. Heute verkauft ‚Erbaluna’ seine Weine hauptsächlich nach Nord- und Mitteleuropa, Kontakte nach Übersee zeigen erste Erfolge.
Die Weine werden in dem modernen Keller aus den 80er Jahren gekeltert. Dann reifen sie in 30 hl Eichenfässern im alten Keller unter dem ehemaligen Wohnhaus der Familie. ‚1915' ist auf den Mauern zu lesen. In jenem Jahr wurde der Keller zum ersten Mal renoviert. Hier liegen auch Baroli aus den 20er Jahren. Und eine Urkunde aus dem Jahr 1933: ‚Auszeichnung für die Baroli der Jahrgänge von 1927 bis 1930’. Vergnügt und stolz zeigen Severino und Andrea den Besuchern die Flaschen eines jeden Jahrganges der seit 1958 gekeltert wurde. Staubige Gesellen, zum Teil, wahre Schätze ...
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